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Publikationen

Wie sich das «Res-Iudicata-Paradox» vermeiden lässt

How to avoid the res judicata-“paradox”
Axel Buhr; in: dRSK, 22.06.2020
Kommentar zu Urteil 4A_536/2018 des Bun­des­gerichts vom 16. März 2020

Im besproch­enen Urteil bestätigt das Schweiz­er Bun­des­gericht seine langjährige Recht­sprechung, wonach die Res-Iudi­ca­ta-Wirkung von Schiedssprüchen und Gericht­surteilen auf das Dis­pos­i­tiv beschränkt ist. Ähn­lich wie die staatlichen Gerichte sind Schieds­gerichte nicht an die Erwä­gun­gen früher­er Entschei­dun­gen gebun­den, auch wenn dies – in den Worten des Bun­des­gerichts – «para­doxe» Fol­gen haben mag. Um solche «para­dox­en» Fol­gen zu ver­mei­den, soll­ten Parteien auf Fest­stel­lungs­begehren set­zen dür­fen. Wenn zukün­ftige Ver­fahren bere­its am Hor­i­zont erscheinen, sind Fest­stel­lungs­begehren ein legit­imes und notwendi­ges Mit­tel, das nicht als unzuläs­sig zurück­gewiesen wer­den sollte.